Welche Veranstaltungen stehen in den Gemeinden in Gießen Ost an?

Aktuelles aus Gießen Ost

Digitale Spurensache: Zusammen Kirche sein

Ein Glaubensexperiment während des Corona-Virus mit Pfarrer Johannes Lohscheidt und Kirchen aus Gießen Ost.

Ostersteine - #stärkeralsdertod: Vor der Andreasgemeinde und im Innenhof der Wicherngemeinde liegen Steine bereit. Wir wollen sie bemalen und an Ostern überall als Zeichen der Hoffnung verteilen. Anleitungen liegen zum Abfotografieren aus.

 

Gelegenheit zum Auftanken und Beten: Die Kapelle auf dem Alten Friedhof öffnet täglich von 10 bis 11.30 Uhr und 16 bis 18.30 Uhr ihre Türen und bietet Gelegenheit zum Auftanken und Beten. Hier kann man für sich sein und eine Kerze anzünden.

 

Alltagshilfe: Die Andreasgemeinde bietet mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern Hilfe im Alltag an. Vor allem für Personen aus der Risikogruppe oder unter Quarantäne. Zum Beispiel fürs Einkaufen, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Pfarrer Gabriel Brand koordiniert die Hilfe und ist telefonisch unter 06 41 - 55 91 801 erreichbar.

 

Balkonaktionen: Die evangelischen und katholischen Kirchen in Gießen laden ein: Täglich beim Glockenläuten um 18 Uhr Fenster öffnen, Glocken hören, innehalten, aneinander denken und für einander beten. Die Evangelische Kirche in Deutschland lädt zum Balkonsingen. Jeden Tag um 19 Uhr wollen wir am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten "Der Mond ist aufgegangen" singen oder musizieren. Alle Infos zum Balkonsingen.

 

Digitale Angebote: Gottesdienste, Andachten und vieles mehr. Die EKHN hat einige Angebote auf ihrer Homepage gesammelt. EKHN - Kirche von zuhause

Für uns als Kirche, der die Nächstenliebe in die DNA eingeschrieben ist, stellt das eine Herausforderung dar. Unsere Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass Menschen Nähe und Kontakte brauchen um sich wohl und geborgen zu fühlen. Sie gründet in der Hoffnung, dass dort, wo zwei oder drei in Gottes Namen versammelt sind, Glaube erfahren und gelebt werden kann. Sie mahnt durch den Verweis auf die Bibel, dass wir als Getaufte Sorge und Verantwortung füreinander tragen müssen. „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal 6)

 

Für uns bedeutet die Last des anderen zu tragen ihm oder ihr nahe zu sein. Sichtbar wird das an vielen Synonymen für die Worte Hilfe und Unterstützung. Oft spielt räumliche Nähe eine entscheidende Rolle. Wir sagen „ich stehe Dir bei“, „Wir halten zusammen“, „Ich greife Dir unter die Arme“ oder wir schreiben „Ich drücke Dich“ unter eine Nachricht.

 

In diesen Tagen ist diese Logik falsch: füreinander einstehen bedeutet heute Abstand halten, die Großeltern nicht zu drücken und die Schulfreundin mit dem Spenderherz nicht zu besuchen. Unsere Gemeinde besteht aus den unterschiedlichsten Menschen und vielen von Ihnen kann dieses Virus in besonderer Weise gefährlich werden. Diese können wir nur schützen, wenn wir jetzt unterlassen, was wir sonst gewohnt sind: Ihnen die Hand zu drücken und räumliche Gemeinschaft erleben. Es ist unsere Hoffnung, dass wir so auch ihre Last tragen.

 

Und gleichzeitig möchte ich mit Ihnen auf Spurensuche gehen, wie diese Nächstenliebe, das gegenseitige Tragen unserer Lasten heute aussehen kann. Zwar sind wir in diesen Tagen nicht bei Ihnen, aber wir sind für Sie da: in Gebeten, in Telefonaten, in online-Andachten oder indem wir Ostersteine als Hoffnungszeichen verteilen. Bitte machen Sie sich mit uns auf die Suchen nach neuen Formen, die unsere Gemeinschaft tragen. Wir sind nicht allein und müssten nicht ängstlich sein. Denn einer der häufigsten Sätze der Bibel lautet eben auch: Fürchte Dich nicht!

 

Johannes Lohscheidt


Auch wir als Kirchen müssen aus solidarischen Gründen Maßnahmen ergreifen und so haben wir beschlossen alle Veranstaltungen und Gruppen abzusagen. Diese Maßnahmen dienen zum Schutz der Menschen in unserer Gemeinde und Stadt.

 

Doch gerade jetzt kommen Gefühle der Unsicherheit hervor und wir merken: In den nächsten Wochen wird unser normales Leben nicht seinen gewohnten Gang gehen. Stärker denn je erleben wir, wie schnell Angst und Unsicherheit überhand gewinnen können.

 

Auch wenn wir soziale Kontakte minimieren sollen, so können wir gewiss sein, dass Gott uns durch diese Zeit begleitet. So spricht Gott: Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. (Jesaja 41, 10).

 

Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Herausforderungen dieser Zeit bewältigen können.

 

Im Internet finden Sie mich unter Sonja Löytynoja (facebook) und sonja_loy (instagram).

 

Herzliche Grüße

Pfarrerin Sonja Löytynoja


Paul Herhardt: Seine Lieder und sein Leben. Gemeinsamer Gießen Ost-Gottesdienst 26. April 2020 18.00 Uhr Kapelle auf dem Alten Friedhof